Die Jazzkantine ist immer wieder für Überraschungen gut. Nach der erfolgreichen Fusion von Jazz und HipHop, deutschsprachiger Soulmusik und etlichen Theatermusiken spielt die Jazzkantine nun (ihre) Versionen großer Rock- und Metal-Klassiker der 80er. Auch wenn es sich erst einmal komisch anhört, aber der Grund für so ein Projekt lag auf der Hand. Sind doch die meisten Musiker der Jazzkantine mit der Rockmusik der siebziger und achtziger Jahre aufgewachsen. Haben selbst ähnliche Musik gemacht, auch wenn sich die Richtung später verändert hat.„Wir haben bei der Jazzkantine schon seit langem das ein oder andere Rockstück als Zugabe in unseren Konzerten gecovert", sagt JK-Chefkoch und Produzent Christian Eitner. Außerdem haben ihn schon immer die hohe Live-Energie und die handwerklichen Qualitäten bei Bands wie „AC/DC" oder „Kiss" beeindruckt. Großartiges Handwerk verknüpft mit viel Kreativität hat auch die Jazzkantine wieder einmal abgeliefert.
Die Braunschweiger Band erweist sich auf „Hell's Kitchen" bestens eingespielt. Sie groovt, was das Zeug hält und schafft es tatsächlich aus den bekannten „Rockklassikern" eigenständige Songs zu machen, die es ohne Frage mit den Originalen aufnehmen können. Die ausgefeilten Bläser Arrangements von Trompeter Christian Winninghoff, aber auch die harmonischen Variationen der Rhythmusgruppe um Gitarristen Tom Bennecke und die Erchinger-Brüder Dirk und Heie, machen deutlich, dass man durchaus aus einem Rockgitarren-Riff ein Jazzthema köcheln kann. Ohne dabei den typischen Jazzkantinen Sound zu verlieren.
Einen weiteren Titel der australischen Kultband liefert mit „Hell´s Bells" Louie (Silent Radio), ein langjähriger Weggefährte der Jazzkantine. Last but not least überrascht Kantinen Frontmann Cappuccino mit 2 starken Vocal-Nummer. Auf „Paranoid" (Black Sabbath) und „Iron Horse" (Motörhead) stellt er nachhaltig seine Gesangsqualitäten unter Beweis.
Die JAZZKANTINE:
Tachi - rap
Cappuccino - vocals, rap
Jan-Heie Erchinger - keyboards
Christian Eitner - bass
Air-Knee - DJ
Christian Winninghoff - trumpet, flugelhorn, valve trombone
York - saxophone and flute
Tom Bennecke - guitars
Dirk Erchinger - drums

