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Offside 2008 – News

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Mars Williams und Liquid Soul kommen zum Offside 2009

Pressekonferenz am SonntagNach dem Offside ist vor dem Offside +++ »Es geht doch darum, dass wir gute Musik machen«, stellte Klaus Doldinger am Sonntag fest. Stimmt. Und genau dafür sorgten Doldinger und Passport und später auch noch Max Mutzke gestern Abend. Um gute Musik geht es auch Offside-Organisationschef Rainer Hanssen. Gut gelaunt verkündete er: »Für das Offside im nächsten Jahr konnten wir bereits Mars Williams und Liquid Soul verpflichten«. An der restlichen Programmzusammensetzung werde man in Ruhe feilen.

Perfekt organisiert +++ Linda Drasba, Sprecherin des Offside-Sponsors Diebels freute sich nicht nur über die auftretenden Künstler, sondern hob die vielen Helfer hervor, die hinter Bühnen und Theken, in Autos und an Kassen, zum reibungslosen Gelingen des Festivals beitrugen. »Die Integra hat das Offside perfekt organisiert«, betonte sie. Und sie sagte: Man sei froh, dass es das Festival hier gebe. Unterstützung von Diebels sei schließlich meistens eine längerfristige Angelegenheit …

Tolle Sache für Geldern +++ »Wer nicht da war, hat wirklich etwas verpasst«, fand Gelderns Bürgermeister Ulrich Janssen, der sich öffentlich outete: »Ich habe von Jazz null Ahnung.« Macht aber nichts, wenn man Klaus Doldinger Glauben schenken darf: »Entscheidend ist, dass die Musik auf der Bühne unterhaltend ist.« Das war sie. »Roy Paci & Aretuska waren meine Favoriten«, sagte Janssen, der zudem Grüße von seinen Amtskollegen aus Straelen und Arcen übermittelte. »Wer nicht da war, hat etwas verpasst.« Für das Offside 2009 wünsche er den Veranstaltern nun »keine widrigen Umstände«, sondern dass man einfach mal mit der vorhandenen Erfahrung »rund arbeiten« könne.

Festivalticker vom Sonntag

Spaciger Auftritt von PanzerballettGeldern auf der Landkarte suchen +++ »Peinlicherweise muss ich gestehen, dass ich erstmal auf der Landkarte nachgucken musste, wo Geldern liegt«, sagte Klaus Doldinger bei der Abschluss-Pressekonferenz des OffsideFestivals am Sonntag Abend. Doch jetzt sei er hier – und bass erstaunt. Die Umgebung, die Atmosphäre am Holländer See seien prima. »Alles ist großartig vorbereitet.« Lob verteilte der große deutsche Jazzer auch an das Marc Brenken & Christian Kappe Quartett. »Ein klasse Trompeter, das hat mir sehr gefallen«, sagte Doldinger. Und Lob gab es auch für die Offside-Organisatoren. »Es ist doch die Frage, ob eine Gesellschaft Kultur, und damit meine ich auch Jazz, überhaupt will. Wenn es dann Menschen gibt, die es aus Privatinitiative fertig bringen, diese Veranstaltung ins Leben zu rufen und durchzuziehen, dann ist das toll.«

Wie Südschwarzwald ohne Berge +++ »Max, was hast du eigentlich mit Jazz zu tun?«, lautete eine Frage an Max Mutzke. Und der erwiderte: »Gar nix.« Ganz so »gar nix« war es dann doch nicht. Schon als Kind fuhr er mit seinen Eltern zu Jazz-Festivals und spielte mit seinen Schulbands Fusion Jazz. Da war er elf. »Hier ist es wie Südschwarzwald ohne Berge«, sagte Mutzke. »Schön grün, ein paar Seen, ich fühle mich hier sehr wohl.« Vor allem sei er stolz, hier mit Klaus Doldinger auftreten zu können.

Was ist das Gelbe am Himmel? +++ Der letzte Offside-Tag (zumindest in diesem Jahr) bescherte Besuchern und Künstlern tatsächlich auch Sonne. Und so machte es doppelt Spaß, zuzuhören. Nach der Tischmusik präsentierten Gunter Hampel und »seine« Kinder, was sie während des Festivals im »Workshop 4 Kids« erarbeitet haben. Von »echt super« über »eindrucksvoll« bis »Wow« reichten die Kommentare. Und manch einer bedauerte, nicht zwischen sechs und 13 zu sein. Wer dieses Alter überschritten hatte, konnte sich dafür aber wie ein Kind freuen. Über Panzerballett zum Beispiel. Oder über Hildegard lernt fliegen. Und nicht zuletzt darüber, dass es 2009 wieder ein Offside Festival geben wird.

Festivalticker vom Samstag

Mars mobilSonne marsch! +++ Wer gestern keine hatte, trägt sie dafür heute: Gummistiefel. Aber von dem durchgehendenden Gepläster, das am Freitag für Schlammspritzer auf Sneakern und durchweichte Jacken sorgte, blieben die Offside-Besucher am Samstag verschont. Weitestgehend. Getreu nach Goethe hielt auch die gute Laune: »Lass regnen, wenn es regnen will, dem Wetter seinen Lauf, denn wenn es nicht mehr regnen will, so hört's von selber auf.« Und so isses dann auch.

»Ett macht Spaß«
+++ Die erste kleine Zwischenbilanz des OffsideFestivals lautet: »Super. Alles läuft prima«, sagt Organisationschef Rainer Hanssen. »Ett macht Spaß.« Nicht zuletzt deshalb, weil die Regenwolken abgedreht seien. »Die Reaktionen des Publikums zeigen zudem, dass wir mit der Programmzusammenstellung richtig gelegen haben. Wir haben erfolgreich den Bogen von ›speziell‹ bis ›allgemeiner‹ geschlagen.« Und strikt trennen kann und will sowieso niemand. Wie auch? Als Weygold 10 auf der Bühne jazzrockten, gesellte sich spontan Mars Williams mit seinem Saxophon dazu. Da jammte die niederrheinisch-amerikanische Fraktion, was das Zeug hielt.

Offside-Dialog-Fetzen +++ »Was macht der Dackel auf der Bühne?« / »Nehm ich die geräucherte Forelle, Reibekuchen, Salat, Steak oder den Spießbraten?« / »Ist Rappen auch Jazz?« – »Keine Ahnung, aber war doch geil.« / »Ist das noch der Soundcheck?« / »Ist nächstes Jahr wieder Offside?« (Ja klar, die Redaktion).

Jazz geht's los +++ Grooven in Gummistiefeln

Ali liveRegen, na und? +++ »Ach, dat bisschen Wasser«, scheinen sich die Besucher des OffsideFestivals zu sagen. Richtig so. Denn wer sich von den Regenschauern davon abhalten lässt, zum Offside an den Holländer See zu kommen, ist selber schuld. Um Punkt 18 Uhr eröffneten Ali Claudi & The Groove den dreitägigen Jazz-Event am Niederrhein. Und ob's jetzt stürmt, gewittert, schneit – na ja, oder eben regnet: Die klingen einfach verdammt gut! Das wissen auch die Fans, die in Gummistiefeln und Friesennerz für Stimmung sorgen.

Lob für die Helfer +++ Eine Stunde vorher hatten der Gelderner Bürgermeister Uli Janssen und sein Straelener Amtskollege Johannes Giesen das Offside ganz offiziell eröffnet. »Ein großer Applaus und ein großes Dankeschön geht an die vielen freiwilligen Helfer der Integra, ohne die das Festival so gar nicht möglich wäre«, betonte Janssen. Johannes Giesen übermittelte die Grüße des Bürgermeisters von Arcen und Velden, Fons Tans, der am ersten Festival-Tag nicht kommen konnte. Einen Kritikpunkt hatte Giesen (der Bürgermeister der Stadt, deren Logo ein grünes Sofa ist) aber dann doch: »Ich finde ja, die Couch auf dem Offside-Plakat hätte grün sein müssen.«

Ein schöner Tag. Oder drei +++ Dominikus Penners, Direktor der Sparkasse Krefeld, einer der Hauptsponsoren des Festivals, sprach aus, was alle dachten: »Ich wünsche uns drei tolle Tage, die hoffentlich etwas trockener werden als jetzt.« Linda Drasba, Sprecherin der Issumer Brauerei Diebels, ebenfalls Hauptsponsor des Festivals, schloss sich diesen Worten an. »Wir freuen uns, dass es losgeht und wünschen uns natürlich noch besseres Wetter für die Veranstaltung«, sagte Drasba. »Wir möchten, dass die Besucher am Holländer See wirklich einen ›Schönen Tag‹ haben.« Nach welchen Kriterien wählt die Brauerei eigentlich aus, für wen sie Sponsoring macht? »Unsere Brauerei Diebels ist stark am Niederrhein verwurzelt«, erklärte Drasba. Deshalb unterstütze man Produkte oder Veranstaltungen, die einen starken Bezug zum Niederrhein haben beziehungsweise in der Region stattfinden. »Außerdem ist es toll, dass das Festival die Möglichkeit bietet, Jazz kennenzulernen. Das ist eine schöne Sache. Und das Ambiente ist perfekt dafür.«

"Weitere News im News-Archiv"

Offside2008 ist das 2. Internationale NewMusic Festival Gelderland vom 22. bis zum 24. August 2008 am Holländer See in Geldern. Nach dem für die Organisatoren überraschenden Ausscheiden des künstlerischen Leiters Burkhard Hennen werden die Städte Geldern, Straelen und Arcen (NL) das Festival für Neue Musik veranstalten.

Insgesamt werden an den drei Tagen mehr als 100 Künstler aus Europa und den USA auftreten. Hauptsponsoren des Jazzfestivals sind die Brauerei Diebels und die Sparkasse Krefeld. Das Offside2008 ist ein behindertengerechtes, barrierefreies Open-Air-Festival und wird zudem vollständig müllfrei sein. Wie 2007 schließt das Festival-Ticket die Erlaubnis zum Campen auf dem Gelände ein. Eltern zahlen für ihre Kinder bis zum 14. Lebensjahr keinen Eintritt.

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